Neubornhalle

Der Turnverein Wörrstadt beantragte bei der Gemeinde im Jahre 1907 die Aufstellung einer Turnhalle. Als geeignetes Objekt zeigte sich im Jahre 1909 eine ehemalige ungenutzte Munitionslagerhalle im "Gonsenheimer Sand" in Mainz. Sie wurde mittels Anteilscheine zu je 25 Mark "gekauft", von freiwilligen Helfern abgebaut und dann in Wörrstadt (am Marktplatz) für die Nutzung als Turnhalle, wieder aufgebaut. 


Im Jahre 1909 erfolgte mit einem Festprogramm die Einweihung der Turnhalle. 
Insbesondere der Turnverein und der Radfahrer-Verein Wörrstadt trainierten und veranstalteten in der Halle für sportliche Ereignisse.

Im Kriegsjahr 1914 des 1. Weltkrieges wurde in der Halle durch den ehemaligen Militärarzt Dr. Kessler ein Lazarett eingerichtet, welches schließlich 1915 als Krankensaal und Vereinslazarett des Deutschen Roten Kreuzes mit inzwischen über 100 Verwundeten weitergenutzt wurde.

Die Halle diente nach dem 1. Weltkrieg zunehmend auch als Mehrzweckhalle. In ihr fanden Veranstaltungen aller Art statt.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Turnhalle zeitweise als Mannschaftsunterkunft und Kleiderfabrik genutzt.

In den 1970er und 1980er Jahren nutzte die Turn- u. Sportgemeinde Wörrstadt mit Vereinsgaststätte die Halle.

Die Halle wurde Anfang der 2000er Jahre komplett renoviert und wurde Neubornhalle benannt.

Die Stadt Wörrstadt vermietet die Neubornhalle für private und kommerzielle Anlässe.
Seitdem dient die Neubornhalle als Begegnungsstätte für Kultur, Vorstellungen, Darbietungen, Feste, Messen und Events aller Art.

Quelle:
Rathaus / Einwohnerinformationen

Wörrstadt: Die Geschichte einer kleinen Stadt (Ernst Klug i. V. m. Gemeindeverwaltung Wörrstadt 1972) 

Grüße aus Wörrstadt (Ernst Klug i. v. m. Ortsgemeinde Wörrstadt)  

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